drollig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungdrol-lig
Wortbildung mit ›drollig‹ als Erstglied: ↗Drolligkeit · ↗drolligerweise
eWDG, 1967

Bedeutung

spaßig, lustig, komisch
Beispiele:
ein drolliger Einfall, Brief, Humor, ein drolliges Bild
drollige Worte, Redensarten
mit drolliger Liebenswürdigkeit etw. sagen
er versteht das alles drollig zu erzählen
sie sagte es so drollig, dass alle lachen mussten
bei Kindern kommt alles drollig (= possierlich) heraus
eigenartig, komisch, seltsam
Beispiele:
ein drolliger Kauz
eine drollige Erscheinung, Figur
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

drollig Adj. ‘niedlich, possierlich’ steht im Ablaut zu ↗drall und ↗drillen (s. d.) und gehört etymologisch zu ↗drehen (s. d.). Das Adjektiv nl. drollig (16. Jh.) ist abgeleitet vom Substantiv nl. drol ‘kleines dickes Männchen, Knirps’, das in seiner Bedeutung sowohl von frz. drôle ‘Kobold’ als auch von ↗Troll (s. d.; vgl. mnl. drolle, drol ‘Alb, Klabautermann’, anord. troll ‘Unhold’) beeinflußt sein kann (de Vries Nl. 138). Über nd. drollig gelangt das Adjektiv im 17. Jh. ins Hd.

Thesaurus

Synonymgruppe
drollig · ↗goldig · ↗knuddelig · ↗knuffig · ↗niedlich · ↗possierlich  ●  ↗putzig  ugs. · ↗süß  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akzent Anekdote Aussehen Bilder Bär Deutsch Effekt Einfall Erlebnis Figur Geschöpf Hund Kauz Kerl Lied Spruch Stellung Tier Vogel Wesen ausgesprochen ausnehmen aussehen dick eher klingen komisch niedlich sehr wirken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›drollig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Drollig nur, daß die beiden verschwinden, nachdem sie gerade neu eingesetzt wurden.
Süddeutsche Zeitung, 13.11.1998
Wie gerne würde ich einmal ihr drolliges Tun beobachten, und wie oft spricht sie von Opa.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 13.06.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Das Wort »aufgebrummt« nahm sich in seinem Munde besonders drollig aus.
Mann, Thomas: Der Zauberberg, Gütersloh: Bertelsmann 1998 [1924], S. 67
Das Bild, das sich ihm zeigte, war gar zu drollig.
Trott, Magda: Puckis neue Streiche, Stuttgart: Titania (1951) [1920], S. 108
Beide singen für ihr Leben gern und ziehen sich dazu drollig an.
Die Welt, 07.12.2005
Zitationshilfe
„drollig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/drollig>, abgerufen am 21.03.2019.

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