Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

drucksen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung druck-sen
Wortbildung  mit ›drucksen‹ als Erstglied: Druckserei  ·  mit ›drucksen‹ als Letztglied: herumdrucksen
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich nicht recht mit der Sprache herauskommen, nicht recht reden wollen
Beispiele:
das Kind druckste, ehe es antwortete, ehe es seine Unart eingestand
nach einigem Drucksen legte er los
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

drucksen Vb. ‘nicht mit der Sprache herauswollen, zögern’, Intensivbildung (16. Jh.) zu drucken ‘drücken’ (s. drücken).

Typische Verbindungen zu ›drucksen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›drucksen‹.

Verwendungsbeispiele für ›drucksen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn nicht, legst du die abgehobene Ecke wieder auf und druckst noch einmal nach. [Braun, Anne u. Nell, Edith: Man muß sich nur zu helfen wissen, Leipzig: Verl. für die Frau 1971, S. 119]
Er druckst noch, setzt sich, dann sagt er, daß er in den siebziger Jahren in Weimar zur Schule gegangen sei. [Die Zeit, 04.02.1991, Nr. 05]
Er druckste lange an den richtigen Abschiedsworten, und zuletzt fiel ihm nur der verlorengegangene Ball ein. [Die Zeit, 15.08.1946, Nr. 26]
Sie windet sich nicht geradezu, aber sie druckst, sie hält den Kopf schräg, nach der anderen Seite. [Johnson, Uwe: Jahrestage, Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 306]
Der Mann druckste, schielte nach der Schachtel, prüfte die Marke. [Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 67]
Zitationshilfe
„drucksen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/drucksen>.

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