drucksen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungdruck-sen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›drucksen‹ als Erstglied: ↗Druckserei  ·  mit ›drucksen‹ als Letztglied: ↗herumdrucksen
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich nicht recht mit der Sprache herauskommen, nicht recht reden wollen
Beispiele:
das Kind druckste, ehe es antwortete, ehe es seine Unart eingestand
nach einigem Drucksen legte er los
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

drucksen Vb. ‘nicht mit der Sprache herauswollen, zögern’, Intensivbildung (16. Jh.) zu drucken ‘drücken’ (s. ↗drücken).

Typische Verbindungen
computergeneriert

herum herumdrucksen rum rumdrucksen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›drucksen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn nicht, legst du die abgehobene Ecke wieder auf und druckst noch einmal nach.
Braun, Anne u. Nell, Edith: Man muß sich nur zu helfen wissen, Leipzig: Verl. für die Frau 1971, S. 119
Er druckst noch, setzt sich, dann sagt er, daß er in den siebziger Jahren in Weimar zur Schule gegangen sei.
Die Zeit, 04.02.1991, Nr. 05
Sie windet sich nicht geradezu, aber sie druckst, sie hält den Kopf schräg, nach der anderen Seite.
Johnson, Uwe: Jahrestage, Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 306
Der Mann druckste, schielte nach der Schachtel, prüfte die Marke.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 67
Fragt man die Inhaber nach der Ursache, drucksen sie herum, machen vage Andeutungen über Marokkaner, wollen aber keinesfalls zitiert werden, aus Furcht vor weiterem Ärger.
Süddeutsche Zeitung, 28.01.2004
Zitationshilfe
„drucksen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/drucksen>, abgerufen am 20.07.2019.

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