Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

durchmachen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung durch-ma-chen
Wortzerlegung durch- machen
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
etw. durchlaufen, hinter sich bringen
Beispiele:
die Grundschule, alle Klassen der Oberschule durchmachen
einen Lehrgang durchmachen
eine Berufsausbildung, Lehre durchmachen
er hat eine Entwicklung, Wandlung durchgemacht
2.
etw. Schweres von Anfang bis Ende erleiden
Beispiele:
er hat vieles, allerhand durchmachen müssen
sie haben schlechte Zeiten, böse Jahre durchgemacht
er hat eine schwere Krankheit durchgemacht
was muss die Frau (alles) durchgemacht haben!
3.
etw. ohne Unterbrechung tun
Beispiele:
bis zum Abend durchmachen (= durcharbeiten)
wir wollen bis zum Morgen durchmachen (= durchfeiern)

Thesaurus

Synonymgruppe
dulden · durchlaufen · durchmachen · erdulden · erleiden · ertragen · hinnehmen · zulassen · über sich ergehen lassen
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem) zustoßen · am eigenen Leib erfahren · ausstehen · durchhalten · durchlaufen · durchleben · durchmachen · einstecken · erfahren · erleben · erleiden · ertragen · hinnehmen · in Kauf nehmen · miterleben · passieren · überstehen  ●  einen Streifen mitmachen  ugs. · mitmachen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(die) Nacht zum Tage machen · durchfeiern · durchmachen · nicht schlafen (gehen)
Assoziationen
Synonymgruppe
die Nacht durchwachen · die Nacht zum Tage machen · durch... · nicht ins Bett gehen  ●  (eine) Nachtschicht einlegen  ugs., fig. · (sich) die Nacht um die Ohren hauen  ugs., salopp · (sich) die Nacht um die Ohren schlagen  ugs. · aufbleiben  ugs. · durchmachen  ugs. · wachbleiben  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
durcharbeiten · keine Pause machen · ohne Pause arbeiten · pausenlos arbeiten  ●  durchmachen  ugs.

Typische Verbindungen zu ›durchmachen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›durchmachen‹.

Verwendungsbeispiele für ›durchmachen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die polnischen Kommunisten müßten große Mutationen durchmachen, bevor man von ihnen erwarten könnte, auf diese Macht freiwillig zu verzichten. [Die Welt (Hamburg), 10.02.1981]
In seinen letzten Jahren hat v. Koch eine steile Entwicklung durchgemacht. [Helmer, Axel: Koch (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1958], S. 29753]
Es ist ein schweres Dasein, Ihr steht an der Front und was müssen wir hier noch alles durchmachen? [Brief von Friedchen]
Wir haben schlimme Zeiten durchgemacht, jetzt, da es uns gut geht, muß es mir auch gestattet sein, meine Frau reichlich zu beschenken. [Friedländer, Hugo: Die Ermordung der Medizinalrätin Molitor auf der Promenade in Baden-Baden. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1910], S. 409]
Die Deutschen hätten sogar erst die Erfahrungen von 1197 durchmachen müssen, um sich ebenfalls dazu zu bequemen. [Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte – Dritter Teil: Das Mittelalter, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1923], S. 17888]
Zitationshilfe
„durchmachen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/durchmachen>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
durchlügen
durchlüften
durchlöchern
durchlässig
durchlugen
durchmahlen
durchmanövrieren
durchmarschieren
durchmasern
durchmengen