dursten

Grammatik Verb · durstet, durstete, hat gedurstet
Aussprache 
Worttrennung durs-ten
Wortbildung  mit ›dursten‹ als Grundform: ↗verdursten
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Durst haben
häufig hungern und dursten
Grammatik: oft in Verbindung mit Modalverben
Beispiele:
das Vieh musste dursten
ihr habt uns lange dursten lassen
selten, dichterisch
Synonym zu dürsten (1)
Beispiel:
während der reiche Mann im russisch‑türkischen Bade der Hölle durstete. Daß jenen durstete, tat ihnen wohl [ G. Hauptm.Quint1,75]
2.
Synonym zu dürsten (2)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Durst · dürsten · dursten · durstig
Durst m. ‘Bedürfnis zu trinken’, ahd. thurst ‘Durst, Dürre’ (9. Jh.), mhd. durst, asächs. thurst, mnd. dorst(e), mnl. nl. dorst, aengl. þurst, engl. thirst, anord. þorsti, schwed. törst (germ. *þurstu-) sind Abstrakta zu einem in got. gaþaírsan ‘verdorren’ (s. ↗dörren) erhaltenen starken Verb, während got. þaúrstei ‘Durst’ als Adjektivabstraktum ein altes Partizipialadjektiv auf -to voraussetzt, wie es in aind. tṛṣṭáḥ (s. ↗dürr, wo die weitere Etymologie), lat. tostum (s. ↗Toast) vorliegt. dürsten, seltener dursten Vb. ‘Durst haben, trinken wollen’, ahd. thursten (9. Jh.), mhd. dürsten, dursten, asächs. thurstian, mnd. dörsten, mnl. nl. dorsten, aengl. þyrstan, engl. to thirst, anord. þyrsta, schwed. törsta (germ. *þurstjan); dagegen mit anderer Bildungsweise (wie aind. tṛ́ṣyati, s. ↗dürr) got. þaúrsjan ‘dürsten’. durstig Adj. ‘von Durst geplagt’, ahd. thurstag (9. Jh.), mhd. durstec, mnd. dörstich.

Typische Verbindungen zu ›dursten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›dursten‹.

Verwendungsbeispiele für ›dursten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch beim Golf soll in Österreich niemand hungern oder dursten.
Die Zeit, 18.10.1991, Nr. 43
Wir bekommen keine Lebensmittel, dann werdet ihr eben hungern und dursten.
Die Welt, 26.08.2005
Sie haben 1200 Menschen drei Tage lang hungern und dursten lassen.
Süddeutsche Zeitung, 09.09.2004
Es goß aus Kübeln, aber die Berliner Bäume dursten trotzdem.
Bild, 26.08.1998
Die Malerin lebte wie in einem feurigen Dunst, flatterte, haschte, ahnte, glühte, durstete und brütete auf einsamen Spaziergängen über süperben Plänen.
Dohm, Hedwig: Christa Ruland. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 9918
Zitationshilfe
„dursten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dursten>, abgerufen am 03.12.2020.

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