duzen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungdu-zen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›duzen‹ als Erstglied: ↗Duzbruder · ↗Duzfreund · ↗Duzfuß
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

jmdn. mit Du anreden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

du · duzen · Duzbruder
du Pers.pron. der 2., der angeredeten Person im Singular. Ahd. thū (8. Jh.), mhd. dū̌, asächs. thū̌, mnd. , aengl. þū̌, engl. (älter) thou, anord. þū, got. þu verbinden sich mit aind. tvám, lat. , griech. (mit Anlaut aus den obliquen Kasus) (σύ), (dor.) (τύ), lit. , aslaw. ty, russ. ty (ты) und führen auf ie. *tū̌. Der Nominativ sowie der suffixal erweiterte Dativ (ahd. thir, nhd. dir) und Akkusativ (ahd. thih, nhd. dich) werden in den ie. Sprachen durch verschiedene Ablautstufen (ie. *tu-/ *tu̯-, *tu̯e-/ *tu̯o-) des Stammes ie. *teu̯e-/ *teu̯o- bzw. die Stammform ie. *te-, *to- repräsentiert, während der Genitiv in den germ. Sprachen (ahd. thīn, nhd. dein, deiner) einer Kasusform des Possessivpronomens (s. ↗dein) entstammt (ähnlich lat. tuī). duzen Vb. mhd. duzen, dutzen, den Suffixbildungen auf ahd. -az(z)en, -ezen, -izen folgend. Duzbruder m. (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemanden) duzen · (mit jemandem) per Du sein
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dozent Fremde Genosse Gesprächspartner Kanzler Kellner Lehrer Polizist Vorgesetzter Zuhörer alle anreden beschimpfen gleich hinweg ihr inzwischen kumpelhaft küssen natürlich selbstverständlich siezen sofort sogar umarmen ungefragt ungeniert untereinander vertraulich zurück

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›duzen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hatte er sich nicht eben noch vom Sams duzen lassen müssen?
Süddeutsche Zeitung, 15.10.2001
Wer läßt sich schon gern von fremden englischen Herren duzen?
Die Zeit, 19.12.1957, Nr. 51
Er duzte mich gleich, wir kennen uns seit 30 Jahren.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1956. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1956], S. 951
Es wird nicht lange dauern, so duzt er sich mit ihm.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1920. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1920], S. 56
Der andere duzt wahllos und planlos, und es steckt nichts dahinter.
Reimann, Hans: Vergnügliches Handbuch der Deutschen Sprache, Düsseldorf: Econ-Verl. 1964 [1931], S. 117
Zitationshilfe
„duzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/duzen>, abgerufen am 22.09.2019.

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