Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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alte, f.

alte, f.
anus, noch ganz adjectivisch decliniert, gen. der alten, dat. der alten, während die subst. in diesen fällen das n ablegen, vgl. auchalta.
der kranke that, was ihm die alte sagte.
Gellert 1, 51.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 267, Z. 13.

älte, f.

älte, f.
vetustas, ahd. altî, mhd. elte: so gat hinweg die elte der sünden. Keisersb. bilg. 69; in merklicher elti. Riedrers rhetorik. Freiburg 1493 fol. bl. 105ᵇ;
und Solothurn die uralt statt
gelegen an dem wasser Aar
fürausz verrümpt von elte gar.
Rebmann 184;
die ält vetustas, antiquitas. Er. Alberus; in der älti. Paracelsus 2, 142ᶜ; das gemäuer ist von groszer älte abher (herab) gefallen. Münster 284; nimb milchrahm, so vor ältin sawer sei. Seuter rosarznei 277; aus der älte des adels. Philand. 1, 399; kennzeichen der älte (des alters, bei pferden). Hohberg 3, 223ᵃ; die kinder folgen der älte nach so aufeinander. so richtig diese in den volkssprachen haftende bildung ist, wird sie doch selten angewandt und meist durch alter vertreten. bair. die älte (Schm. 1, 52), wetterauisch die ält, schweiz. älti, elte (Stald. 1, 98).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 267, Z. 17.

alte, m.

alte, m.
senex, die schwache form des adj.
wir rennen, seit aus ihres alten bette
Aurora stieg, bis bald zum sternenlicht.
Wieland 17, 20;
und unser alte gieng den kasten aufzuschlieszen.
Gökingk 3, 218;
von zeit zu zeit seh ich den alten gern
und hüte mich mit ihm zu brechen.
Göthe 12, 26.
der alte aber hatte sich wenig verändert. dieser spielte gewöhnlich die gutmüthigen polternden alten, wovon das deutsche theater nicht leer wird und die man auch im gemeinen leben nicht selten antrift. 18, 175; nach dem tode unsers vaters merkten wir wol, dasz dieser mann von unserm alten treflich ausgestattet worden war. 20, 262; der alte vom Königsberge (Kant). 50, 56.
o güldene zeiten, o selige stunden,
der alte der tage wird ietzund ein kind,
durch welches die erde den himmel gewinnt.
Günther 334.
vgl.altbetagt. in der deutschen karte heiszt der eichelober oder der trumpf vorzugsweise der alte, nicht anders im schachzabel der alficus.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 266, Z. 69.

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Zitationshilfe
„älte“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/%C3%A4lte>, abgerufen am 14.08.2020.

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