Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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angstig

angstig,
anxius, ohne umlaut, nnl. angstig, ahd. angustîc (Graff 1, 312), bei Keisersberg mit der praep. uf verbunden, der ohne zweifel auch angsten uf etwas sagte, wie es mhd. hiesz sorgen ûf: angstig uf zitlichs. brosäml. 25ᵃ. deshalb wird der mensch traurig, angstig und unruhig. Thurneisser m. alch. 1, 106.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 362, Z. 3.

ängstig

ängstig,
mit umlaut: wider solchen hochbekümmerlichen engstigen anblick. Creuziger bei Luther 8, 194ᵇ; fieng an zu zittern und ängstig zu werden. Reiszner Jerus. 1, 118ᵇ; desgleichen auch hat er ersehen, dasz manchem der ängstig und tödlich schweisz über das angesicht herabgelaufen. Fronsp. kriegsb. 3, 136ᵃ;
der geist, der durch den grimmen schmerz
der angedräuten noth geprest ins ängstig herz.
Gryphius 1, 601;
er hätte oft seine untergebenen ängstig gefragt. Lohenst. Arm. 1, 449; als aber der glüende stein des unbarmherzigen vaterherzens durch die thränen dieser ängstigen tochter noch immer mehr entzündet ward. 1, 1251; Livia hingegen maszte sich dieses dings ängstig an. 1, 1253; die frau stellete sich ängstig. gespenst 209; dahero ward ich noch ängstiger. Simpl. 1, 295; so ist mein gewissen ängstig und beschwert. 1, 545;
ängstig spann sie sich in ihre hülle.
Herder 3, 43.
erwacht vom ängstigen traum.
Hölderlin ged. 153.
heute sagt man ängstlich.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 362, Z. 9.

ängstlich

ängstlich,
anxius, ahd. angustlîh, auf personen oder sachen beziehbar: sie schien ängstlich, es (das bret) zu betreten. Schiller 748;
und Aeolus löset
das ängstliche band.
Göthe 1, 73;
wie sie den sarg hinunter lieszen, dann die erste schaufel hinunter schollerte und die ängstliche lade einen dumpfen ton wiedergab. 16, 179; daraus entstehen gewisse falsche bestrebungen, welche um desto ängstlicher werden, je reiner und redlicher die absicht ist. 29, 104; in die ohnehin feuchten und ängstlichen (beengenden) schlafstellen. 30, 14; da sie ziemlich auf der plaine liegt, sind ihre straszen nicht ängstlich, aber meist alt mit überhängenden giebeln. 43, 71; die arbeit ist zart, fleiszig, doch nicht ängstlich; wenn du mir nur nicht so bang machtest, nicht so oft im ängstlichen schlummer fürchterlich träumtest. Klinger 1, 4.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 362, Z. 57.

ängstlich, adv.

ängstlich, adv.
anxie: ängstlich gewissenhaft;
ängstlich klagend umflatterte ihn die traurende mutter.
Stolberg 11, 58.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 362, Z. 73.

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Zitationshilfe
„ängstig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/%C3%A4ngstig>, abgerufen am 08.05.2021.

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