Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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anke, m.

anke, m.
butyrum, ahd. ancho, mhd. anke (Ben. 1, 46ᵃ): wer kann küchlen (kuchen backen) on feur und anken? Manuel 431;
darumb so land uns danken
umb käs, eier und anken.
Uhland 896;
anken oder buͦterschmalz. Keisersb. sch. d. p. 56; wein, brot und anken. sch. u. e. 63; kes, milch, fleisch, anken, schmalz. Frank chron. 249ᵇ; man pflegt sie zu bachen in anken oder öl, als ander kleine fisch. Forer 1ᵃ; milch, daraus die anken. (nom. pl. m. oder sg. f.?) Frey garteng. 19; zwölf eier, schlegt die in ein pfann mit anken. das.; hafen mit anken oder buttern. 41ᵇ; den hafen mit den anken. das.; einer, der von jugend auf bei dem viehe in den alpen gewohnet, und darumb, dasz er viel anken und zieger verkaufen möchte, ganz geitzig sich darzu hielt. Kirchhof wendunm. 261ᵇ; biszweilen (erwischen sie) den Melanchton, welcher inen ausz mäl, anken und thon ein unverdäulichen prei gekocht hat. Fischart bienenk. 193ᵃ; butter, schmalz, anken. Simplic. 1, 724; anken und schmalz heiszt ein jedes fett, damit man die speisen schmelzet. 1, 725; chromet süszen anke! Hebel. über verbreitung und ursprung dieses worts s. gesch. der d. spr. s. 1003 und Kuhn in der zeitschr. für vgl. spr. 1, 384.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 378, Z. 15.

anke, m.

anke, m.
nomen piscis? ein edler fisch, salmo lacustris, führt nach den flüssen, worin er gefangen wird, den namen Rheinanke, Illanke, Innanke (Nemnich s. v.), am bekanntesten darunter ist Rînanche, reinanke, zusammengezogen in renke, renk (Schm. 3, 102. 103) und in unverstandner häufung Isarrenke, buchstäblich IsarRheinanke. da das einfache anke nie für den fisch vorkommt, darf man wagen Rînancho butter, schmalz des Rheins zu deuten und auf den fettesten fisch des stromes zu ziehen. Cassiodor var. 12, 4 rühmt neben den Donaukarpfen den anchorago Rheni und in diesem anchorago könnte ein erweitertes ancho schmalz stecken.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 378, Z. 37.

anke, f.

anke, f.
occiput, ahd. ancha (Graff 1, 345), vgl. heilancha (Graff 4, 880): ank occiput, occipitium, wechst in der anken ein geschwür ophiasis. Alberus; Machlies, die völker an dem see Tritonidem wonende, tragen kein har dann in der anken. Frank weltb. 12ᵇ; man streichet einer erbsen grosz auf den wirbel des haupts, auch in die anken, zertheilet die flüsz vortreflich. Hohberg 3, 181ᵃ; o weh, unter der dachtraufe, es tropft mir in die anke. Fr. Müller 2, 67; thut ihm auch nichts, wasser in der anke ist neu leben. 2, 68; mutter, es beiszt mich in der anke. das wort lebt noch heute in der Pfalz, Wetterau, Franken, Schwaben, Hebel hat äcke, Stald. 1, 89 äcken m., man darf auszer jenem ahd. heilancha (hirnanke, altn. heili cerebrum) auch das goth. halsagga τράχηλος dazunehmen, und eine umsetzung von nacke (altn. hnacki, ags. hnäcca) in anke wird unwahrscheinlich, eher gehört das uralte wort zu aggvus, enge, vgl.enkel talus.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 378, Z. 48.

anke, f.

anke, f.
gürtlern und einigen metallarbeitern eine messingtafel mit runden grübchen, zum schlagen der bleche, vom vorausgehenden anke grube, biegung entnommen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 378, Z. 64.

änke

änke,
s.enke.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 378, Z. 67.

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Zitationshilfe
„änke“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/%C3%A4nke>, abgerufen am 06.05.2021.

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