Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

ätsch

ätsch,
interjectio irridentis, gedehnt und gezogen auszusprechen, im zeitvertreiber 1668 s. 235 etsch!, schwäb. ätsch, ätschi, ägschägst! (Schmid s. 12); scheint in der Schweiz, in Östreich und Baiern unbekannt, denn Schm. 1, 130 verzeichnet es blosz aus Franken und Schwaben; Wetterau und Hessen kennen es, in Thüringen hört man itsch! gewöhnlich begleitet den ausruf noch die gebärde des rübeschabens, in Toscana rufen die kinder bei ähnlicher gebärde lima! lima! die weiber und mädchen werfen einen blick auf Thryallis, als ob sie sagen wollten ätsch! er hat uns auch schön geheiszen. Wieland 19, 309. vgl.ausätschen. dem neckenden ausruf ätsch verwandt in der bildung scheint der schmerzensausruf autsch, und da früher für ihn bloszes ausch! erscheint, liesze sich auch äsch mutmaszen und an aisch, häszlich denken. Stalder 1, 346 hat ein eschelen schmollen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1852), Bd. I (1854), Sp. 595, Z. 2.

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Zitationshilfe
„ätsch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/%C3%A4tsch>, abgerufen am 15.05.2021.

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