Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

äuszerlichkeit, f.

äuszerlichkeit, f.
mhd. blosz ûʒerkeit (pass. K. 400, 43): darumb ist dir not, das du in dich selber gekeret seiest und dich allain haltest, es sei dann ampts halb ausz gehorsame, da du gezwungen würst wider deinen willen zuͦ auszerlichait. so bis gehorsam und thuͦ das getreulich mit aufgehebtem herzen zu got, und eil allweg wider zuͦ dir selbs hinein, das geschicht laider nit, sonder si suͦchen ergetzlichait in auszerlichait. Keisersb. has im pf. Aa 8ᵇ; sie lud mich manchen abend zu sich und wuste mich, der ich zwar gesittet war, aber doch eigentlich was man lebensart nennt, nicht besasz, in manchen kleinen äuszerlichkeiten zurecht zu führen und zu verbessern. Göthe 25, 62; wenn der dichter Ariosto seinem ihn ausscheltenden vater ergeben zuhört, so liegt die äuszerlichkeit des vaters wie des sohnes von jedem lächerlichen ab. J. Paul aesth. 1, 147; er hängt an äuszerlichkeiten
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1035, Z. 65.

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Zitationshilfe
„äuszerlichkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/%C3%A4uszerlichkeit>, abgerufen am 06.05.2021.

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