Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

ödigkeit, f.

ödigkeit, f.,
mhd. œdecheit, das ödesein: so zwingt und vertreibt sie (die boa) auch die gegen und örter, die sie besitzet, zu ödigkeit und macht sie weit und lere. Steinhöwel Es. 159ᵇ (s.öde f. I, 1); das sie die stätt all zerrissen und grosz ödigkeit und wüstung in Italien machen möchten. Schöfferlin Liv. 77 (s.öde I, 2); von der leerheit des magens (s.öde I, a): so meint er, er habe nichts gegessen und klagt, er könne nicht schlafen von wegen der ödigkeit im magen. Gotthelf erz. 3, 164; von der innern leerheit (s.öde adj. I, 3): der unterbrochene stille fortgang (des alltaglebens) verwandelt sich nun in ödigkeit und abspannung. Auerbach ges. schriften 6, 173; ein vagabundierender ausreiszer aus der gelangweilten ödigkeit der vornehmen welt. 15, 33.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 1153, Z. 74.

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Zitationshilfe
„ödigkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/%C3%B6digkeit>, abgerufen am 03.08.2020.

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