Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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öhrlein, n.

öhrlein, n.,
demin. zu öhr, ansula Stieler 1386.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 1265, Z. 35.

öhrlein, n.

öhrlein, n.,
demin. zu ohr, mhd. œrlîn, ôrlîn, œrel, ôrel (Lexer 2, 164).
1)
eigentlich, örlein auricula Stieler 1386:
mein orlein reichen zu baiden wangen.
fastn. sp. 275, 5;
sein schwert er durch ihr ohrlein spieszt.
wunderh.² 2, 304;
sie fasset dise wort in ir örlin. Wickram rollw. 153, 14 K.; welches ich gleich in mein örlin gefaszt. F. Platter 162;
weil deine öhrlein sich .. ausbreiteten
wie ein sonnenschein, und wiederum sich falteten.
Voss Arist., die ritter 1348;
hätten die alten nationen
sich so lassen die öhrlein schonen!
Lenz 2, 316;
sieh diesen ring, von gold so fein,
häng ich an dein öhrlein,
dein öhrlein muschelrund und klein.
F. Müller 1, 203;
bair. das öhrlein, das kalbsohr mit dem halben kalbskopf Schm.² 1, 132.
2)
etwas ohrförmiges: das hertz hat zwei oͤrlin, an jeder seiten eins. bei dem rechten oͤrlin geht ein trefflicher ast der groszen leberader in die rechte hoͤlin des hertzens. aber bei dem linken oͤrlin hat die arteria venosa ihren eingang in die linke (gedruckt lücke) hoͤle des hertzens. Ryff chir. 57ᵃ; ein backwerk, s. eieröhrlein, ↗hasenöhrlein und Stalder 2, 250. Staub-Tobler 1, 417.
3)
schweiz. das öreli, der ohrwurm Staub - Tobler a. a. o., vgl. öhrler, öhrling 2.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 1265, Z. 9.

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Zitationshilfe
„öhrlein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/%C3%B6hrlein>, abgerufen am 08.08.2020.

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