Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

ölbaum, m.

ölbaum, m.,
ahd. oleopaum, oliboum, mhd. ole-, öle-, ölboum, olivenbaum: olea oder oliva haiʒt ain ölpaum. Megenberg 334, 2; oleaster haiʒt ain wilder ölpaum. 334, 28; ein gruͤner olebaum. ps. 52, 10; wie ein olebaum sein bluͤt abwirft. Hiob 15, 33; wenn du deine ölebaum hast geschüttelt. 5 Mos. 24, 20; wenn ein olebaum ab gepflockt ist. Jes. 24, 13; öle von olebaumen. 2 Mos. 27, 20; wir reiten neben vil ölbeumen. F. Platter 185 B.; der oͤlbaum ist gruͤn, seine blätter seind halb weisz und gruͤnen so wol im winter als im sommer. Albertinus der welt tummel- u. schauplatz 734; die ölbäume sind wunderliche pflanzen; sie sehen fast wie weiden, verlieren auch den kern und die rinde klafft aus einander. Göthe 27, 180; der öhlbaum träufelte seine fettigkeit auf die häupter. Wieland suppl. 3, 298;
um und um nahm ihn der ölbaum (1799 nahmen ihn palmen) ins kühle.
Klopstock Mess. (1748) 1, 53;
innerhalb des gehegs war ein weitumschattender ölbaum,
stark und blühenden wuchses.
Voss Od. (1781) 19, 190;
hier vom ölbaum rankt zu dem andern ölbaum
schlingen der weinstock.
Platen 2, 171.
als symbol des friedens (vgl.ölblatt, ölzweig):
ja ich gestehs, dasz ich die hoffnung nährte,
zwei edle nationen unterm schatten
des ölbaums frei und fröhlich zu vereinen.
Schiller 12, 434 (M. Stuart 1, 7);
man sagt, die malerei bedürfe des friedlichen ölbaums in jeder hinsicht. H. Heine 11, 89.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 1274, Z. 6.

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Zitationshilfe
„ölbaum“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/%C3%B6lbaum>, abgerufen am 06.08.2020.

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