Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

ölberg, m.

ölberg, m.
1)
ahd. oleibërg, olibirg, mhd. olei-, ölbërc olivetum (vgl.ölgarten): weinberge und oleberge, die du nicht gepflantzt hast. 5 Mos. 6, 11; wa wandten sie sich umb gen Jerusalem von dem berge, der da heiszet der oleberg. apost. gesch. 1, 12; er (Jesus) bleib uber nacht am oleberge. Luc. 21, 37;
er kam zum heilgen öleberg.
P. Gerhard 12, 37 Gödeke;
selber steigt er vom gebirg in eile
nach der stadt hinunter, durch des ölbergs
lockere schollen.
Platen 4, 237.
sprichwörtlich (vom biblischen ölberge): der ölberg ist grewlicher dann das ereutz. Frank 2, 172ᵇ; wer vom ölberg komt, hat den tod uberwunden. 173ᵃ.
2)
malereien oder gruppen von bildhauerarbeit, die eine vorstellung dessen sein sollen, was sich nach den evangelisten auf dem ölberg zugetragen hat Schm.² 1, 62: ein gehuͦwener ölberg (im karthäuserkloster zu Dijon), daran vil bilder von münchen gehuͦwen ligen. F. Platter 294; ein schöner kostlicher ölberg von gehawen stainen. Baumann quellen 1, 169, vgl. 286; wir besuchten also den ölberg (in Pograd, vergl. ölbergshügel). Göthe 51, 161; bair. auch die abendandacht, welche an den donnerstagen der fastenwoche in den kirchen gehalten wird zur erinnerung an die leidensstunden Christi am ölberg: in den ölberg gehn. Schm. a. a. o.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 1274, Z. 65.

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Zitationshilfe
„ölberg“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/%C3%B6lberg>, abgerufen am 06.08.2020.

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