Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

ölig, ölicht, adj.

ölig, ölicht, adj.
seit dem 16. jahrh. für ölhaltig und ölartig, fettig, oleosus (vgl. ölisch): ölig Serranus dict. (1539) q 7ᵃ, ölicht Stieler 1382, ölecht Tabernaem. (vgl. ölechtig): der saame (des mohns) ist an geschmack suͤsz und ölecht. Tabernaem. 963ᵃ; wenn sie (oliven) zeitig worden, werden sie schwartz und ölecht. 1450ᵃ;
ein speckigt wesen, ein öligt fleisch.
Brockes 7, 97;
diese säfte nun bestehen ..
(aus) ölichten und fetten theilen.
9, 90;
der ölige duft
von seinen bebalsamten locken.
Wieland der n. Amadis 1, 23;
ölige substanzen. Göthe 43, 417; ölicher wein Thümmel reise 9 (1803), 290; das ölige wasser wird zum abreiben der farben gebraucht. Stolberg 7, 90; der ölichte schlingel (Falstaff) ist bekannt wie die Paulskirche. Schlegel Shakesp. 6, 91.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 1280, Z. 71.

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Zitationshilfe
„ölicht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/%C3%B6licht>, abgerufen am 07.08.2020.

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