Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

ölkuchen, m.

ölkuchen, m.
1)
mit öl gebackener kuchen: darnach soltu nemen ein brot und ein ölekuchen. 2 Mos. 29, 23; und es hatte einen schmack wie ein ölekuche. 4 Mos. 11, 8; der übergang von dem gerechten lobe meines gestrigen abends zu meinem heutigen mittagsmahl machte mir die ölkuchen der chinawurzel nur noch widriger. Thümmel reise 9 (1803), 255.
2)
die beim auspressen des öls aus ölsamen bleibenden rückstände (leinkuchen, rapskuchen u. s. w.) Jacobsson 3, 165ᵃ. Schedel waarenlex. 2, 113ᵇ: sie haben sich wegen hunger und theurer zeit, aus mangel des lieben brotes, kleien, ölkuchen und leinknoten gemahlen und gegessen. Freytag bilder (1867) 3, 235.
3)
eine schneckenart, murex olearium Nemnich 2, 643.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 1283, Z. 18.

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Zitationshilfe
„ölkuchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/%C3%B6lkuchen>, abgerufen am 08.08.2020.

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