Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

ullauch, m. u. n.

ullauch, m. u. n.,
rhein. bezeichnung einer lauchart, die in gärten neben zwiebeln gezogen und im 14.—16. jahrh. verschifft wurde; aus une, ünne, önne (lat. unio 'zwiebel') und lauch contaminiert, vgl. Frings zfdmaa 18 (1923) 212 ff.; ahd. unloich ahd. gl. 3, 387, 40; uniones. i. unelouh ebda 471, 16; 403, 13; ags. ynne (-leac); mnl. ulck, ulch, s. Kilian (1605) 572ᵇ; noch heute im rheinisch-westfälischen z. b. als öllig Hönig Köln. 211ᵇ; als olk Woeste 188ᵇ; Leithäuser Barm. 105ᵃ, vgl. geschichtl. handatlas d. Rheinprovinz 55ᵇ: safferein, den plantzent die lude in Arragonien as man ie (hier) dat ullouch (Köln ca. 1350) zs. f. dtsch. phil. 19, 85 u. anm.; haver, gerste, ... bonen, ullauch (Köln a. 1442) städtechron. 13, 185; den gertenern ir ullach und zwibeln gein Binge zu fûren (Frankfurt 1453) bei Lexer 2, 1721; eyn hœfft cypels offt ullocks Diefenbach 84ᵃ s. v. bulbus aus gemma gemm. (Köln 1507); er hat ullich oder zwibel ... gessen Tappius adag. cent. septem. (1545) B b 3.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1932), Bd. XI,II (1936), Sp. 754, Z. 17.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
ordonanz
Zitationshilfe
„öllich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/%C3%B6llich>, abgerufen am 11.08.2020.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch (¹DWB)