Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

örtchen, n.

örtchen, n.,
deminutiv zu ort (vergl. örtlein).
1)
zu ort I, 4: örtichen, der vierte theil eines thalers. Steinbach 2, 162; nassauisch ein ortchen, 1⁄5 preusz. thaler. Kehrein 1, 301.
2)
zu ort III:
da, da stand er auf dem ortgen.
Weise der betrogene betrug 56;
wohl freut ihr euch des örtchens!
Voss ged. 5, 147;
was lieb sich hat mit treuen,
das sucht ein einsam örtchen gern.
F. W. A. Schmidt Göttinger musenalm. (1791) 20;
er fragte nun sein leben lang
nicht mehr nach stillen örtchen.
Langbein (1854) 2, 202.
3)
zu ort VI, 1: kleines örtgen Lensweiler. F. Müller 323 Seuffert; Molimenti, ein neues örtchen. Göthe 28, 184; (wir beschlossen) das örtchen (dorf) selbst zu beziehen. 30, 47; Case nuove ist ein armes örtchen am abhange des berges. Seume spazierg. 141.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1886), Bd. VII (1889), Sp. 1362, Z. 45.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
ordonanz
Zitationshilfe
„örtchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/%C3%B6rtchen>, abgerufen am 06.08.2020.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch (¹DWB)