Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

-de

-de,
ableitungssilbe bei der bildung von substantiven, die im goth. und ahd. häufig war, im mhd. sich verringerte und heute nur noch in einigen wörtern sich erhalten hat; vergl. Gramm. 2, 233 folg. sie stammt ab 1. von dem goth. þa, ahd. da für aþa ada, mhd. de in den fem. erde, goth. aírþa, ahd. erda, mhd. erde und in gnade, alth. ginâda, mhd. genâde. 2. von dem goth. iþa, ahd. ida eda, mhd. de ede in den fem. gebärde, gefährde, freude, gierde, behörde, liebde in titulaturen. häufiger noch im 16ten und 17ten jahrh., wärmde (cálor), bärmbde (misericordia), dickde (crassitudo), krümbde (curvamen), leumbde, schemde und in volksmundarten. 3. von dem ahd. idi, mhd. ede in den neutr. gebäude, gebräude, hemde, gehöfte für gehöfde, gemächte für gemächde, gemälde, getreide.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1856), Bd. II (1860), Sp. 878, Z. 52.

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Zitationshilfe
„-de“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/-de>, abgerufen am 12.05.2021.

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