rötel m
Fundstelle: Lfg. 7 (1891), Bd. VIII (1893), Sp. 1305, Z. 12
ein dichter thonartiger eisenstein, rubrica. Nemnich, namentlich zum schreiben, zeichnen, färben gebraucht:
grosz und klein! (sagt Rotelstein)
ir herren! so trag ich rotel feil
all mein gesellen zu unheil.
wo einer ein posheit vernit,
das ich in anschrieb und verriet,
ein kreuz mal ich im auf den rück,
dardurch man innen wird seiner tück.
fastn. sp. 378, 17;
endlich half uns Herz aus; der gaudieb verkleidete sich heute früh, legte die kleider seiner hausfrau, der dicken schneiderin, an, rieb seinen blauen bart mit röthel und bleyweisz, dasz es ein elend war. Fr. Müller 2, 56; man prüfet ja damen und röthel daran, dasz sie beide einem an den lippen hängen bleiben. J. Paul 1, 18; manches ist mit röthel unterstrichen. Bettine briefw. 1, vorr. iii.
rötel m.
Fundstelle: Lfg. 7 (1891), Bd. VIII (1893), Sp. 1305, Z. 11
s.rote, m.
rotel
Fundstelle: Lfg. 7 (1891), Bd. VIII (1893), Sp. 1305, Z. 29
s.rodel.
Zitationshilfe
„Rötel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/R%C3%B6tel>, abgerufen am 20.11.2017.

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