Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

verschonung, f.

verschonung, f.
indulgentia Maaler 430ᵃ; clementia, indulgentia, immunitas, libertas, conniventia; verschonung mit wach und fronen, immunitas ab excubiis et censu; es gilt hier keine verschonung, non est hic lenitati locus Stieler 1910; schon mnd. verschoninge Schiller-Lübben 5, 435ᵇ (quelle vom jahre 1437); unter andern gefangenen der überwundenen feinde ward auch ein trompeter oder trummenschlager mit begriffen; der bate fleiszig, ihn mit verschonung seines lebens ohn alle entgeltnus los und ledig zu zehlen. Kirchhof wendunm. 4, 310 Österley (7, 93); weil sie umb verschonung so ofter absendungen (mit so häufigen abs.) alhero, als einen ihnen was entlegenen ort, gebeten. verhandl. der schles. fürsten u. stände 1618, s. 19; er aber hub die hände auff, und bat um des jüngsten gerichts willen um verschonung und christliche barmhertzigkeit. Simpl. 1, 46, 29 Kurz; das parderfell ... welches Antenor über die thüre seines hauses, zum zeichen der verschonung, aufgehangen hatte. Lessing 8, 33. anders: einen in das buch der verschonung schreiben, wenn man mit jemand nichts mehr zu thun haben will, s. Wander 4, 1582.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1895), Bd. XII,I (1956), Sp. 1144, Z. 54.

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Zitationshilfe
„Verschönung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/Versch%C3%B6nung>, abgerufen am 21.01.2021.

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