aal m
Fundstelle: Lfg. 1 (1852), Bd. I (1854), Sp. 5, Z. 17
anguilla, ahd. mhd. âl, nnl. aal, ags. æl, engl. eel, altn. âll, schw. aͦl, dän. aal, scheint entsprungen aus ahal (wie noch Luther ahl schreibt), der verkleinerung oder ableitung eines verlornen aha schlange, skr. ahi, gr. ὄφις und ἔχις, wegen ähnlichkeit des fisches mit der schlange und natter. denn auch lat. anguilla gehört zu anguis, beide vor dem g ein n entwickelnd; mit r für l russ. ugor, böhm. auhoř, poln. węgórz, litt. ungurys, est. angrias. Der gewöhnliche pl. lautet aale, doch setzt Göthe 8, 126 äle, Möser 2, 190. 3, 41 dreiszig bund ähle, eine stiege ähle, wie schon mhd. æle Reinh. 647, 757, beidemal auszer reim; nnl. alen. B. Waldis gibt dem sg. ael und Hohberg 2, 514 braucht aal weiblich.
Zitationshilfe
„aal“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/aal>, abgerufen am 18.10.2019.

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