abkaufen
Fundstelle: Lfg. 1 (1852), Bd. I (1854), Sp. 59, Z. 50
emere, von einem kaufen, redimere, sich loskaufen: sagt, wie ir euch gen im kauft ab? fastn. sp. 200, 22; ich habe ihm sein haus abgekauft. geld für etwas bezahlen: der wahn der menschen ihre sünden durch gold abzukaufen, ist die sicherste quelle des reichthums eines pabstes. Klinger 3, 237; mit achtzigtausend gulden muste die bürgerschaft die plünderung abkaufen. Schiller 943; mir soll nichts meinen gram abkaufen. ders. 669; eine demüthige unterwürfigkeit gegen die regierung kaufte den tadel und verdacht wieder ab, den dieser aufwand auf seine absichten werfen konnte. ders. 793. einen abkaufen heiszt auch ihn mit geld zufrieden stellen: ich habe ihm auf einmal 100 th. gegeben und ihn damit für immer abgekauft.
Zitationshilfe
„abkaufen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/abkaufen>, abgerufen am 23.04.2018.

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