Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

abreiten

abreiten
equo discedere, von einem ort wegreiten: doch achteten sie es dafür, der landgraf würde ohne merkliche ursache nicht abgeritten sein. Melanchth. werke ed. Bretschn. 2, 264; er ritt von der strasze ab. transitiv aber müde reiten: ich habe mich zu sehr abgeritten; bei gott, wenn ich mich nicht abritte und abarbeitete, wir wären noch auf dem alten flecke. Göthe 57, 152; sie haben mich abgeritten wie ein courierpferd. Lenz 1, 213; unsere pferde waren ganz abgeritten, erschöpft; reht sam ein abgeritner gaul. fastn. sp. 311, 5; abgeritten leibstut. Fischart bienenk. 226ᵇ; den sattel, das gewand abreiten, durch reiten abnützen, verschleiszen:
dâ wart von guoten knehten vil kleider ab geriten.
Nib. 557, 1.
ein pferd abreiten heiszt aber auch es nach der kunst zureiten.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1852), Bd. I (1854), Sp. 89, Z. 44.
Zitationshilfe
„abreiten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/abreiten>, abgerufen am 23.02.2020.

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