Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

ampel, f.

ampel, f.
ahd. ampullâ, amplâ, ags. ampelle, altn. ampli, mhd. ampel, das lat. ampulla, eigentlich ölflasche, lampe, dann aber auch die leuchte, lucerna, das licht selbst. zwo ampelen in der kirche. weisth. 1, 758; meierinnen, welche zur zeit ihres ablebens eine so grosze tochter haben, dasz sie eine brennende ampel auszublasen fähig ist. 3, 102; der dorechten junkfrawen ampelen. Luther ausl. des vaterunser bl. 12; liecht oder ampel in dem beinhaus. Wickram rollw. 52; hatten die ampel nicht geschüret. 73; so die schwärz dies fisch in ein ampel gethan wirt und angezünd, so scheinen die menschen als moren. Forer fischb. 112ᵃ;
warum entzünd ich nicht die kerze vom altar
bei dieser ampel glanz?
A. Gryphius 1, 234;
öl in Amors ampel gieszt.
Günther 537
und öfter; du machtest mir die nächte herlich bei vertraulicher ampel. Fr. Müller 1, 357. heute selten im gebrauch und durch lampe verdrängt.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 279, Z. 59.

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Zitationshilfe
„ampel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ampel>, abgerufen am 16.10.2021.

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