Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

angebinde, n.

angebinde, n.
donum natalicium, weil die gabe an den hals oder arm gebunden wurde, sonst aucheingebinde, einbund, ↗gebindnis, strick, strecke, in der Schweiz helseta und wörgeta genannt (vgl. über schenken und geben s. 14 ff.):
flieget durch die sternenwelt,
ihr geschwinden lenzenwinde,
fliegt mit unserm angebinde.
Fleming 43;
zarter blumen leicht gewinde
flecht ich dir zum angebinde.
Göthe 47, 138;
der handelsreichthum der stadt erlitt einen schweren stosz, den unmöglich das königliche entschädigungsgeschenk einer wiese gut machen konnte, auch nicht das angebinde eines stadtrechts, wenn es überall damit seine richtigkeit hätte. Dahlmann dän. gesch. 1, 268.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 338, Z. 38.

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Zitationshilfe
„angebinde“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/angebinde>, abgerufen am 01.03.2021.

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