Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

anmaszlich

anmaszlich,
arrogans, dünkelhaft, anmaszend, angemaszt, angeblich: ein anmaszlicher kenner; und folglich läszt sich aus diesem punkte der anmaszliche Sebastian nicht verdammen, aber wenn man ihn selbst näher betrachtet, findet sich auch da keine spur des betruges? keine. Lessing 6, 151; mistrauen in die absichten ihrer anmaszlichen beschützer. Wieland 3, 69; die alte Krobyle fand nicht für gut, ihrer pflegetochter zu entdecken, wie theuer sie dem Alcibiades ihre anmaszlichen rechte über sie verhandelt habe. 3, 269; wenn wir ihre anmaszlichen vorzüge auf ihren wirklichen werth herunter setzen. 3, 309; vor der abhängigkeit von einer anmaszlichen hauptstadt bewahren. 29, 350; vor diesen anmaszlichen gerichtshof. Schiller 409; da er (Innocenz) den kaiser unerbittlich fand, diese anmaszlichen rechte der kirche für die zukunft in sicherheit zu setzen. 1038;
als knabe verschlossen und trutzig,
als jüngling anmaszlich und stutzig.
Göthe 2, 291;
der tollen jugend anmaszliches wesen.
3, 248;
ein begünstigter freund triumphiert über den anmaszlichen nebenbuhler. 25, 38; anmaszliche unkenner. 31, 216; die theilnahme halbfähiger anmaszlicher naturen. 36, 187.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 407, Z. 7.

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Zitationshilfe
„anmaßlich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/anma%C3%9Flich>, abgerufen am 05.03.2021.

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