Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

annoch

annoch
adhuc, etiamnum, betont ánnòch und annóch:
indessen dasz der Mars bei zweimal sieben jahren
annoch nicht grausam satt berennt und angefahren
mein werthes vaterland.
Fleming 70;
die wärme, die annoch,
seitdem der winter von uns entflohn, kein regen gemildert.
E. von Kleist 2, 39;
wo nicht, ihm annoch abzusiegen.
Lichtwer 2, 2;
die annoch dicker sind, als drei von unserm leibe.
2, 22;
der annoch übergelassenen müszigen zeit. Wernike vorr.;
umwölkt annoch der unmut unsern blick.
Uz 1, 54;
also, ohne weitere einleitung, zu den anmerkungen, die ich bei gelegenheit der ersten vorstellung der brüder des herrn Romanus annoch über dieses stück versprach. Lessing 7, 429; alle handschriften, die von den nemlichen fabeln hin und wieder in bibliotheken annoch verborgen liegen. 9, 8; in gleichem falle mochte sich ohne zweifel auch Hakluyt in England befinden, welcher in seine samlung von reisen annoch 1589 eine englische übersetzung dieses textes brachte. 9, 211;
ich freue mich, herr Nathan,
euch annoch wol zu sehn.
2, 319;
die götterstimm umklang annoch
sein ohr.
Bürger 150ᵃ;
aber verweil annoch, wie sehr auch die reise dich dränget.
Voss Od. 1, 310;
ruht auf ihnen annoch mein herscheramt?
11, 175;
wenn ihr im tode annoch fest steht.
Schiller 139;
doch traue meinem wort, das annoch gilt.
Tieck 2, 65.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 418, Z. 57.

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