Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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aufdämmen

aufdämmen,
aggerare, nnl. opdammen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1852), Bd. I (1854), Sp. 631, Z. 58.

aufdämmern

aufdämmern,
lucescere, dämmernd aufsteigen, anbrechen, ein schönes, vor noch nicht hundert jahren gebildetes wort, das Adelung erst in die zweite ausg. mit einem einzigen beispiel aus Werther eintrug:
ihr dämmern lieblich verworrene gestalten
im innern auf.
Wieland;
ein funke hofnung fiel in meine brust,
ein schwacher lichtstrahl dämmerte mir auf.
Gotter 2, 226;
ach dem jüngling, der belohnet wimmert,
sonnen sind ihm aufgedämmert.
Schiller 4ᵃ;
fern dämmert schon in euerm spiegel
das kommende jahrhundert auf.
Schiller;
die genossenen lenze der liebe dämmerten auf mit der stimme. 132ᵃ;
der morgen dämmert auf.
Göthe 12, 246;
ich einen wiederschein der goldenen zeiten der jugend und liebe in meiner seele aufdämmern sah. 10, 146; manchmal will wol ein freudiger blick des lebens wieder aufdämmern. 16, 116; ahnungen dämmern in mir auf. Göthe bezieht es auch auf die person: morgens, wenn ich von schweren träumen aufdämmere (mich ermuntere, zu mir komme). 16, 76.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1852), Bd. I (1854), Sp. 631, Z. 59.

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Zitationshilfe
„aufdämmen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/aufd%C3%A4mmen>, abgerufen am 30.11.2020.

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