auffrischen
Fundstelle: Lfg. 3 (1852), Bd. I (1854), Sp. 647, Z. 66
nahverwandt mit anfrischen und erfrischen, gilt doch vorzugsweise von auffärbung des verblichnen, erneuerung des verschollenen, dann vom anregen und ermuntern: was können die groszen an solchen leuten erblicken, das ihnen im geringsten ähnlich wäre und sie auffrischen könnte, diese ihre repräsentarii in einen bessern und geachtetern stand zu setzen? Lessing 6, 214; kritik ist das einzige mittel mich zu mehrerem aufzufrischen oder vielmehr zu hetzen. 12, 355; märchen auffrischen. Göthe 25, 370; verblichene gestalten auffrischt, den behauenen stein wieder belebt. 26, 47; ein lange bestandenes gutes verhältnis mit jemand auffrischen. 31, 142; das andenken eines mannes auffrischen. 54, 244; ich will sein gedächtnis ein wenig wiederum auffrischen. Klinger 1, 395; ich will dir das gedächtnis auffrischen. 1, 398. 9, 3; so gut nun die kultur für die kühlern und vernünftigern ist, so ist es doch nicht übel, dasz wir uns zu zeiten aus dem stande der wildheit etwas rekrutieren oder auffrischen, wir würden sonst gar zu artig, gar zu duldsam werden. 12, 39; unter der menge von bekanntschaften haben wir einige sehr interessante gemacht, einige habe ich von meiner vorigen reise aufgefrischt. Tieck 6, 45. in der thierzucht, den stamm auffrischen durch edles, männliches blut.
Zitationshilfe
„auffrischen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/auffrischen>, abgerufen am 15.10.2019.

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