Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

aufschneiderei, f.

aufschneiderei, f.
wie möcht ich aber wol so falsch erdachtes sagen,
und grosz aufschneiderei mit langmut nur ertragen?
Opitz 2, 162;
wenn ich diese geschichte nicht in wahrhaften schriften gefunden, würde ich sie vor eine von den grösten aufschneidereien von der welt halten. Hoffmannswaldau heldenbr. s. 13; man macht oft grosze aufschneiderei von groszer herren qualitäten. Schuppius 110; als die aufschneiderei zu lang währete. Weise erzn. 199; unter allerhand dergleichen aufschneiderei. maulaffe 244; ich mochte ihn nur nicht beschimpfen und auf seine aufschneidereien antworten. Schelmufsky 2, 54; eine gewisse aufschneiderei durfte dem divan nicht fehlen. Göthe 6, 144; der junge Derones war auszer seinen aufschneidereien ein knabe von guten sitten und recht artigem betragen. 24, 145.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1852), Bd. I (1854), Sp. 728, Z. 53.

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Zitationshilfe
„aufschneiderei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/aufschneiderei>, abgerufen am 30.05.2020.

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