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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

aufstreifen

aufstreifen,
replicare, restringere, aufwinden, empor, zurückstreifen, aufstürzen, nnl. opstroopen:
er nimmt den weiszen arm und streift ihn ängstlich auf,
und forscht, von lieb und ahndung eingenommen,
mit zittern nach der adern lauf,
und streift in trunkner angst den arm noch vielmal auf.
Gellert 1, 154;
ein mädchen,
mit aufgestreiftem runden arm.
Gökingk 1, 202;
er streifte zugleich, indem er das sagte, ihren rechten arm auf. Göthe 20, 256. es heiszt aber auch das hemd aufstreifen, den ermel aufstreifen. Stieler 2206 und metonymisch, sich aufstreifen. dies sich aufstreifen kann zugleich ausdrücken sich die haut aufritzen, verletzen. Intransitiv, die kugel streift auf, berührt im fluge die erde; der saum des kleides streifte auf, rührte an die erde; lange gewänder streifen auf. vgl. aufstreichen 8.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1852), Bd. I (1854), Sp. 753, Z. 62.

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Zitationshilfe
„aufstreifen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/aufstreifen>.

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