Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

ausädern

ausädern,
enervare, venas vacuefacere:
ist wol ein gröszer schmerz,
als in so schweren banden,
in kerker, stock und pein,
in schmach und herben schanden
ausädern leib und herz?
Gryphius 2, 118;
ob sie zwar ihm ein dorn in augen
und uns ausädern und aussaugen.
Lohenst. Ibr. 17, 529;
das böse steckt in uns, als das blut in den adern, es verliert sich nicht, bis uns der tod ausädert; ein solches misrathenes kind verdient ausgeädert zu werden, tali degeneri filio singulae venae e corpore extrahi debent; abgemartert und ausgeädert. unw. doct. 565. heute ungewöhnlich. s.ädern.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1852), Bd. I (1854), Sp. 825, Z. 7.

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Zitationshilfe
„ausädern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/aus%C3%A4dern>, abgerufen am 08.05.2021.

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