Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

ausörtern

ausörtern,
exquirere, discutere, erörtern, ausecken: aber diesen regen soltu gott selber ausortern. Luther 1, 466ᵃ; da (in den sententiarien) unzeliche unnütze fragen sind, welche noch keine theologi selbst haben gnugsam können ausörtern. 6, 420ᵇ; das noch heut niemand die grenz viler land eigentlich kan ausörtern oder anzeigen. Frank weltb. vorr.; lasz ich andere ausörtern. 27ᵇ; so den himel wöllen auszirkeln und ausörtern. 225ᵇ; ist etwas nit so, wie du wünschest, ausgeörtert und herfür bracht. chron. a 2ᵇ; auf das sie all sach wissen zuͦ richten und ausörtern. laster e 2; schlieszen und ausörtern. 42, 48; demnach wil ich hie in disem buͦchlin nit sagen und ausörtern. Wernstreit kriegsb. 5;
gotloser boshait sich ausörtre.
Melissus ps. C 2ᵃ.
erlischt später und wird heute durch erörtern vertreten; bei Maaler 44ᵇ ist ausörtern metari, angeben als ein bauw. wurzel ort acies, angulus, initium, ags. ord, altn. oddr, folglich goth. uzds, wie tirolisch uscht, oscht.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1852), Bd. I (1854), Sp. 923, Z. 24.

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Zitationshilfe
„ausörtern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/aus%C3%B6rtern>, abgerufen am 06.05.2021.

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