ausbäcken
Fundstelle: Lfg. 4 (1852), Bd. I (1854), Sp. 827, Z. 5
exsculpere, aushauen. Maaler 39ᵇ ist ausbecken, auspicken, vgl.becken Schm. 1, 150 und bäcken, bäggen. Stalder 1, 125.
ausbacken
Fundstelle: Lfg. 4 (1852), Bd. I (1854), Sp. 826, Z. 60
percoquere: das brot bäckt nicht aus, ist nicht ausgebacken; neu ausbacken, recens pistus;
was ein magister für ein thier ist,
zumal der erst ist neu ausbachn.
Ayrer fastn. sp. 51ᵃ;
ein ausgebackner wackerer edelmann. Simpl. 1, 4; den teig durcharbeiten, dasz er gehörig ausbacken und genieszbar werden kann. Lessing 8, 273; will einen einzigen groszen kennen lernen, einen einzigen festen, ausgebacknen kerl, zu dem man sagen könnte, fix und fertig ist der. Fr. Müller 2, 26; ich will unser söhnchen zu einem fürsten ausbacken. J. Paul komet 1, 9; die festkuchen dampften ausgebacken durchs haus. Fibel 22. Bei H. Sachs bedeutet ausbachen fertig sein, fertig werden, vgl.ausdreschen:
aber bald du hast gar auszbachen,
werden sich dein freund von dir machen,
dich schlagen auf die haberwaid.
I, 224ᵈ;
und het mit seim geld bald auszpachen.
II 4, 111ᵈ;
welcher umbget mit redling sachen,
der hat zu hof bald auszgebachen.
III. 1, 152ᵈ;
so wirstu warlich bald auszbachen,
fünfhundert guldin sind bald hin.
III. 1, 198ᶜ;
ei ei, ei ei, er dawret mich,
das er so bald hat auszgebachen.
III. 1, 199ᵃ.
Zitationshilfe
„ausbäcken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ausb%C3%A4cken>, abgerufen am 12.11.2019.

Weitere Informationen …