Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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auslöschen

auslöschen,
exstingui, erlöschen, praet. auslosch für auslasch: das liecht der gerechten macht frölich, aber die leuchte der gottlosen wird ausleschen. spr. Sal. 13, 9;
der ewig helle brand
lasch in den händen aus.
Lohenst. Cleop. 15, 514;
mein sohn, für den die sonne nicht auslosch,
dessen auge der sommernacht sanftschimmerndes licht sieht.
Klopstock Mess. 11, 1473;
er trift das lichte tocht, es zittert und löscht (f. lischt) aus.
Zachariä 1, 17;
lisch aus, mein licht, auf ewig aus!
stirb hin, stirb hin in nacht und graus!
Bürger 13ᵇ;
mein gedächtnis löscht (f. lischt) aus. Schiller 151; ganz lischt der mensch nicht aus. Klinger 11, 159; am abend, wo wir unten im westen stehen und auslöschen. J. Paul Hesp. 1, 95; seine auslöschenden tage. 1, 269.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1852), Bd. I (1854), Sp. 911, Z. 55.

auslöschen

auslöschen,
exstinguere, praet. auslöschte: und wöllen meinen funken ausleschen, der noch ubrig ist. 2 Sam. 14, 7; darum wird mein grim sich wider diese stete anzünden und nicht ausgeleschet werden. 2 kön. 22, 17; und haben die thür an der halle zugeschlossen und die lampen ausgelescht. 2 chron. 29, 7; und mein grim sol angezündet werden uber diesen ort und nicht ausgelescht werden. 34, 25; das auch viel wasser nicht mügen die liebe ausleschen. hohelied 8, 7; das glimmend tocht wird er nicht ausleschen. Es. 42, 3. Matth. 12, 20; ergreifet den schild des glaubens, mit welchem ir ausleschen könt alle feurige pfeile des bösewichts. Eph. 6, 16; welche haben des fewers kraft ausgeleschet. Ebr. 11, 34; so mögen wir ausleschen das erste gebot sampt dem ganzen evangelio. Luther 5, 41ᵇ; welchs sie leider nicht vermögen, sondern alles verkeren und ausleschen. 6, 212ᵃ; Joannes Husz, der zuͦ Costnitz vor dem concilio mit feur ist ausgelöscht worden. Frank weltb. 49ᵃ; lesch das liecht aus, so sind die weiber all gleich. spr. 1, 24ᵃ; ein wenig mit lilgen angemahlt, die schier ausgelescht waren. Garg. 205ᵃ; derer bücher sollte man mit dem nassen schwamm, die urheber aber mit peitschen vertilgen und auslöschen. Schuppius 776;
hett ich den pfaffen in meim zorn
ergriffen, hett im ausgelescht das liecht.
H. Sachs IV. 3, 10ᵇ;
denn seit ich nicht dich mehr habe,
losch (f. löschte) die freud ihr lämpchen aus.
Gökingk 3, 188;
wolan, wenn noch mein recht den wütrich schrecken kann,
er komm, in meinem blut lösch er es aus.
Gotter 2, 61;
mit dem nasz geweinten schleier
lösch ich meine thränen aus.
Bürger 11ᵇ;
und auch dann zerfällt mein staub hier, zwischen
ausgelöschter herzen aschenrest.
98ᵃ;
freudig eilt ich in dem kalten tode
auszulöschen meinen flammenschmerz.
Schiller;
und ist dein stamm vertrieben, oder durch
ein ungeheures unglück ausgelöscht.
Göthe 9, 15;
jedes unerfreuliche unbequeme gefühl der mittleren zeit war ausgelöscht. 17, 397; diese barschaft sollte einen theil der schulden auslöschen, die auf traurigen, ja unseligen zuständen lasteten. 48, 34; theils hat man gesucht durch ein miswollendes verschweigen meine frühern bemühungen gänzlich auszulöschen. 54, 312; die ideen sind einmal alle ausgelöscht. Lenz 1, 223; dort will ich dem vater noch fluchen, der das blühende leben der tochter auslöscht. Klinger 2, 123; nur der tod kann das brandmark der sünde an meiner stirne auslöschen. Leisewitz Jul. von Tar. 5, 6; er löschte alle seine wünsche aus. J. Paul uns. loge 2, 130; der ausgelöschte regenbogen. Kampanerth. 74; bis endlich ein neuer genius alle richtungen durch eine neue auslöscht. nachdämm. 72.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1852), Bd. I (1854), Sp. 911, Z. 72.

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Zitationshilfe
„auslöschen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ausl%C3%B6schen>, abgerufen am 16.07.2020.

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