Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

auslage, f.

auslage, f.
nach verschiednen bedeutungen des auslegens und ausliegens,
1)
expensum, das ausgelegte geld, baare auslage, auslage machen, thun, erstatten, vergüten, anmerken. portoauslage. es lohnt die auslage nicht.
2)
merx proposita, die ausgelegte waare, der ort, tisch, auf welchem sie zur schau ausgelegt wird, die auslegung der waare.
3)
projectio, ein fechterausdruck, wenn ausgelegen oder ausgelegt wird mit dem arm oder leib; er machte eine schöne, geschickte auslage. auch die auslage, wenn man im fenster ausliegt.
4)
in marschländern, ein deich, der weiter hinaus gegen die flut angelegt wird.
5)
unsicher ist die bedeutung in folgender stelle: die frechen haben mir auslage aufgetragen, welche nicht war nach deinem gesetz. Luther 1, 524ᵃ. In andern fällen des auslegens kann blosz auslegung gesagt werden, z. b. die auslegung, interpretatio, eines traums, nicht auslage.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1852), Bd. I (1854), Sp. 899, Z. 67.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
ausgeiseln ausstehung
Zitationshilfe
„auslage“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/auslage>.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)