Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

aussäen

aussäen,
sementem facere, steht sehr oft bildlich:
irdisch bin ich ausgesät,
himmlisch werd ich auferstehn;
het mirs zu freuden ausgesät,
der ander hat mirs abgemät.
Uhland 128;
wir sän auf wahrheit aus, und ernten zweifel ein.
Dusch;
wer ohren macht mit lobe reich, wil machen reich sein haus,
der wil ihm ernten eignen nutz, der fremdes lob sät aus.
Logau 1, 8, 51;
so seet ir in ein fremden acker das korn aus.
fastn. sp. 649, 6;
gut ausgeführte monumente, nicht einzeln und zufällig ausgesäet. Göthe 17, 205; wer mit Rousseau nur irgend in verhältnis gestanden hatte, genosz theil an der glorie, die von ihm ausgieng, und in seinem namen war eine stille gemeinde weit und breit ausgesäet. 26, 181; meine in deutschland ausgesäeten freunde und freundinnen. 45, 311; deine hungrige, bettlerische und elende brut wird den von dir ausgesäten jammer durch kinder und kindeskinder fortpflanzen. Klinger 3, 271; so erntete ich oft vorwurf und flüche, wo ich so sorgfältig auf dank und segen ausgesät hatte. 7, 61; an diesem striche des himmels sind die sterne dicht ausgesät.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1852), Bd. I (1854), Sp. 942, Z. 70.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
ausstehlich
Zitationshilfe
„aussäen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/auss%C3%A4en>, abgerufen am 08.05.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)