ausschlafen
Fundstelle: Lfg. 4 (1852), Bd. I (1854), Sp. 950, Z. 24
edormire, nnl. uitslapen.
1)
intransitiv, ich habe recht ausgeschlafen; kam ich in ein lustigs wäldlein, worinnen ich mich niederlegte und vollends ausschliefe. Simpl. 2, 328. auch bildlich, noch warten müssen: nehmen sie sich in acht! ihre neugierde wird ausschlafen müssen. Göthe 19, 233.
2)
transitiv, sich ausschlafen; die nacht ausschlafen; einen rausch, den wein, ärger, verdrusz, zorn ausschlafen, verschlafen; schliefen die verdrieszlichkeit aus. unw. doct. 810; eine recht glückliche stimmung und eine wolausgeschlafene nacht haben mich secundiert. Schiller an Göthe 543; von dem nicht völlig ausgeschlafenen rausche war ihm der kopf düster. Göthe 19, 215; die einen lagen und schliefen ihren rausch aus. 23, 109.
Zitationshilfe
„ausschlafen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ausschlafen>, abgerufen am 21.11.2019.

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