ausspüren
Fundstelle: Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 981, Z. 37
odorari, indagare, gleichviel mit aufspüren: viel arme Polen, welche sich aus furcht in den groszen wildnissen und morasten aufgehalten, sind wie das wild von den jaghunden ausgespüret. Schuppius 386; ich nahm den kleinen Tintin mit mir, weil ich hofte, dasz er den weg, den wir mit einander gegangen, durch seinen instinct leichter wieder ausspüren würde. Wieland 11, 75; wie ich denn von letztgenanntem (Dellbrück) nur anführen will, dasz er in den gedichten an Lida gröszere zartheit als in allen übrigen ausgespürt. Göthe 45, 316; ich hab eine schöne buschichte höle ausgespürt. Klingers th. 2, 354; er konnte zweierlei unmöglich ausspüren, seine bibel und seine puderquaste. J. Paul Hesp. 1, 90. s. ausspieren.
Zitationshilfe
„ausspüren“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/aussp%C3%BCren>, abgerufen am 11.11.2019.

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