Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

aussterben

aussterben,
interire, nnl. uitsterven: das ganze haus, dorf, geschlecht stirbt aus; die stadt ist von der pest beinahe ausgestorben; leer und still geworden:
ist doch die stadt wie gekehrt, wie ausgestorben!
Göthe 40, 233;
solt auch bei leib nicht lachen eh,
bis dasz ein grosz schif under geh,
oder ein ganzes land verdorben
und ein stat gar sei ausgestorben.
Scheit grobianus S 3;
ausgestorben trauert das gefilde.
Schiller;
ich schätz ihn nicht mehr. ausgestorben ist
in meinem busen die natur.
309;
dein herz ist ausgestorben.
die sprache ist ausgestorben, todt; gefühle, hofnungen sterben aus; wenn die pockeninoculation allgemeiner wird, so werden wir um eine ganze classe von gesichtern kommen, überhaupt wenn krankheiten ausstürben, so würden viele gesichtsgeschlechter untergehen. Lichtenberg 1, 209.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 987, Z. 61.

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Zitationshilfe
„aussterben“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/aussterben>, abgerufen am 18.05.2021.

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