Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

austilgen

austilgen,
delere, abolere, aus der stätte, aus dem land, dem buch (2 Mos. 32, 32) tilgen: denn ich wil den Amalek unter dem himmel austilgen, das man sein nicht mer gedenke. 2 Mos. 17, 14; lasz ab von mir, das ich sie vertilge und iren namen austilge unter dem himel. 5 Mos. 9, 14; und der herr wird seinen namen austilgen unter dem himel. 29, 20; das nicht ein stam ausgetilget werde von Israel. richt. 21, 17; werden ganz und gar ausgetilget werden. Hiob 24, 24; lasz ire sünde für dir nicht ausgetilget werden. Jer. 18, 27; und hat ausgetilget die handschrift, so wider uns war. Col. 2, 14; Batavodurum, ein ausgetilkte statt, jedoch ist noch davon ein berümpt schlosz vor augen. Frank weltb. 27ᵇ; allweg trachtet, womit er doch dem edlen ritter sein gut lob austilgen möcht. Galmy 96; solche tugend ist bei inen noch nicht veraltet oder ausgetilget. Kirchhof wendunm. 229ᵃ; austilgen und leschen. Petr. 181ᵃ;
der fürsten umgebracht,
und völker ausgetilgt und städte wüst gemacht.
J. E. Schlegel 1, 156;
aus des lebens buche wird
ausgetilget nie ihr name.
Klopstock 7, 293;
doch ganz verwüsten die schwelger
mir mein haus, und sie werden mich selbst austilgen in kurzem.
Voss Od. 1, 252;
dasz er den theueren sohn dir geheim austilgte durch arglist.
22, 53.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 998, Z. 72.

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Zitationshilfe
„austilgen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/austilgen>, abgerufen am 14.08.2020.

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