Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

ausweiden

ausweiden,
in zwei verschiednen bedeutungen,
1)
eviscerare, ein wild aufbrechen, auswerfen, aus ihm das eingeweide nehmen: bern ausziehen und ausweiden. Petr. 30ᵇ; ein reh, einen hasen ausweiden; der unausgeweidete passagier (ein rehkalb). J. Paul Siebenk. 1, 8;
der junge schach verbot
in zukunft die monarchen auszuweiden.
Pfeffel 3, 117.
figürlich, ausgeleerte, ausgeweidete seelen. J. Paul Fibel 4; es war blosz ein hohles, ausgeweidetes vexierbuch. jubelsen. 104. s. ausweidnen.
2)
depascere, abweiden, nnl. uitweiden: diese stelle der wiese ist ganz ausgeweidet.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1012, Z. 78.

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Zitationshilfe
„ausweiden“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ausweiden>, abgerufen am 18.05.2021.

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