Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

auswuchs, m.

auswuchs, m.
excrescentia, nnl. uitwas, vgl.anwuchs undanwachs.
1)
des getraides, abitio frumenti in fruges, der volle wuchs.
2)
an bäumen, surculi vagi, spurii.
3)
am thierischen leib, tuber, höcker; auswuchs von fleisch.
4)
abstract, in der künftigen ausgabe des Laokoon fällt der ganze abschnitt, der ihn betrift, weg, so wie mehrere antiquarische auswüchse, auf die ich ärgerlich bin. Lessing 8, 118; wilde auswüchse der phantasie. Gotter 2, xv; was für ein kriegen und streiten und rennen für gottesverehrung! man sollte zu manchen zeiten fast geglaubt haben, der mensch lebe blosz um zu beten und gott zu verehren. ich bin überzeugt, dasz hierin das meiste ein bloszer auswuchs ist. Lichtenberg 1, 94.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1020, Z. 59.

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Zitationshilfe
„auswuchs“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/auswuchs>, abgerufen am 08.05.2021.

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