Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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aufzäumen

aufzäumen,
infrenare, nnl. optoomen:
ein braungeapfelt paar wird prächtig aufgezäumet.
Uz 2, 206.
das ros beim ars aufzeumen. Frank lob der thorh. 143; manche zäumen das pferd, so zu reden, von hinden auf. Simpl. 1, 37; und verkehr ihm allwegen das tüechlin im maul, so oft du es aufzämest. Seuter 405. aufzäumen scheint auch auf einen theil des weiblichen putzes angewandt worden zu sein (s. aufzäumerin); in der küche werden die hüner beim braten aufgezäumt, eine keule in den zurückgebognen schnabel, die andere in den leib gesteckt. gen markt aufzäumen = reiten, wie man auch sagt aufsatteln.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1852), Bd. I (1854), Sp. 782, Z. 36.

auszäumen

auszäumen,
freno laxare, effrenare, loslassen:
und will sich immer zeumen aus.
H. Sachs I, 526ᵈ (zemen druckf.);
auf dieser welt ist nichts, das stärker wird getrieben
als ausgezeumte brunst und ungeordnet lieben.
Logau 1, 3, 77.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1023, Z. 41.

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Zitationshilfe
„auszäumen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ausz%C3%A4umen>, abgerufen am 18.05.2021.

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