Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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auszählen

auszählen,
enumerare,
1)
durchzählen, eine ganze reihe zu ende. Stieler hat 2249 auszehlen numerandi finem facere. beim decimieren wird je der zehnte mann, das zehnte thier ausgezählt, ausgesondert; auch im spiel wird einer durch auszählen getroffen, bestimmt, oder eine schon bestimmte menge abgezählt: ein allgemeines gelächter endigte das spiel, ehe noch das tausend ausgezählt war. Göthe 16, 36. was in folgender stelle heiszt es: die wamstknöpflin sind ausgezelt, so viel hab ich eingezelt und hinein gequelt. Garg. 99ᵇ? beim essen die knöpfe am bauch aufgemacht und gezählt?
2)
auszählen, enarrare, auserzählen: wer kann aber auszehlen, wie viel reicher tugend und nutz aus dieser einigen ersten tugend folgen? Luther 5, 152ᵃ.
3)
auszählen, rejicere, verwerfen:
ich bin ausgezehlet,
man weist mich armen vor die thür.
Limb. chron. §. 139,
entweder nach 1 aus dem kreis, aus der gesellschaft gestoszen, oder mit bezug auf das gerichtliche verzählen, verurtheilen. s.verzählen.
4)
gleich dem nnl. uittellen wurde auszählen auch gesetzt für auszahlen:
man lasse den beamten begnügten sold auszehlen,
so müssen sie sein redlich, so dürfen sie nicht stelen.
Logau 3, 9, 92.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1022, Z. 68.

auszahlen

auszahlen,
exsolvere, persolvere, nnl. uittellen: das geld auszahlen; alles bei heller und pfennig auszahlen; die angeordneten vermächtnisse wurden richtig ausgezahlt; geld hatte er im beutel, zahlte aber nichts aus; die mutter zahlte dem lector nur den lohn eines freundlichen blicks aus. J. Paul Tit. 3, 88. figürlich, einem oder einen auszahlen, wie bezahlen, es einem vergelten, ihn entgelten lassen: wie wunderlich uns die stiglfritzischen spitzbuben mit dem lustwasser ausgezahlet hatten. Jucundissimus 185; mit schlägen auszahlen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1022, Z. 59.

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Zitationshilfe
„auszahlen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/auszahlen>, abgerufen am 14.08.2020.

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