Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

auter, n.

auter, n.
uber pecudis, die organische form eines uralten worts, das wir heute mit umlaut euter aussprechen, ahd. ûtar n. und ûtaro m. (Graff 1, 158), vgl. drozinta ûtir, distenta ubera, strotzende euter. Haupt 5, 329; ags. ûder, engl. udder, mnl. uder, nnl. uijer, altn. iugr und iufr, schw. jur, dän. yver, (wie altn. liuga dän. lyve); finnisch utar, estn. udder. dem ags. ûder, ahd. ûtar zur seite steht das skr. ûdhas, gr. οὖθαρ, dessen θ im lat. ūber zum lippenlaut wurde, unverwandt aber scheint lat. uterus, balg mit kurzem u. mhd. würde ûter zu gewarten sein, wie noch schweiz. uter gilt (Stald. 2, 425), bair. und östr. aber auter (Schm. 1, 127. Höfer 1, 51); diese unumgelautete form zeigt sich auch bei älteren schriftstellern hin und wieder: das auter thut der eselin nach dem werfen gar wee. Forer thierbuch 42ᵇ, auch Henisch 159, 25 stellt noch auter auf, Dasypodius 255ᶜ üter, Maaler 122ᵃ eüter, Fischart Garg. 81ᵃ schreibt uter, wie uster für auster. mehr u. euter.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1044, Z. 30.

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Zitationshilfe
„auter“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/auter>, abgerufen am 18.06.2021.

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