Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

auterbutz

auterbutz,
ein dunkles, vielleicht mit dem vorausgehenden zusammengesetztes wort. in dem gedicht der narrenbrüter
was sitzst du allhie du göckhan,
ob den eiern zu brüten than,
von dir ein gute frucht komt hart,
weil du selb nit bist gschlachter art,
sonder tölpisch mit werk und wort,
ungeschickt grob an allem ort,
von dir kommen gleich die auterbutzen,
die niemand frommen oder nutzen.
V, 410ᵇ;
ein andermal aber:
gar kurzweilig ist all mein brauch.
ich mag nit sein ein auderputz.
II. 2, 44ᶜ.
einen abscheulichen auderbutz
zur welt sie bringt, der niemand nutz.
Remigii daemonolatria, übers. von Privatus. Ff. 1598 s. 307
butz bezeichnet nun vielfach ein dämonisches wesen, einen lustigen oder traurigen hausgeist (mythol. 474. Schmeller 1, 229) und leicht könnte man sich bezüge auf auter hinzu denken, z. b. dasz der daemon das euter der kühe oder schafe auszumelken pflegte. doch müste eine bestätigende überlieferung und die form euterbutz begegnen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1044, Z. 46.

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Zitationshilfe
„auterbutz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/auterbutz>, abgerufen am 08.05.2021.

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