Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

bähen

bähen,
fovere, ahd. pâhan (mit verlängertem vocal, wie in fâhan) Graff 1, 4, mhd. bæn (Ben. 1, 78ᵇ wie dræn, sæn), verwandt mit bächeln und bächern, refocillare, welchen doch nnl bakeren zur seite steht. bähen bedeutet uns wärmen und trocknen, dürren: kranke glieder bähen, die geschwulst bähen;
ihm tückisch ohr und wange kneifet,
die ihm der gärtner mühsam bäht.
Stolberg 9, 338;
aber auch schnitten und semmeln in der pfanne rösten, gebähet brot, panis tostus, gebähet fleisch, caro focillata; mhd.
er bat in lange sniten bæn
und inme keʒʒel umbe dræn.
Parz. 420, 29;
nhd. blumen und laub im topf treiben:
früheres maiengebüsch,
welches im bähenden topf sie beschleunigte.
Voss 3, 123.
den kohlenmeiler bähen, anzünden und erglühen lassen, bevor er mit erde bedeckt. holz bähen, um ihm den bast abzuziehen, weiden im ofen bähen, um sie desto biegsamer zu machen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1076, Z. 5.

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busenwort bürsten
Zitationshilfe
„bähen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/b%C3%A4hen>, abgerufen am 08.12.2021.

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