Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

bännig

bännig,
bannitus: nach dem vermögen der worten Christi Matth. 18, 17 ist der erst bännig, den die kilchhöre usgeschlossen hat. Zwingli 2, 13; und achten gänzlich, die Latiner mögen als die bännigen nit consecrieren. Frank weltb. 136ᵃ; der bann ist zuͦ Rom gemalet, ain scheutzlich bild mit greulichen augen die bännigen ansehend. 58; item das sich kein banniger den andern zuͦ bannen understen solt. chron. 327ᵇ; 1094 zerschlug die strahl den balken, darauf das grosze crucifix im münster zu Basel stund, ward ausgelegt, es were darum geschehen, dasz man mit dem bännig bischof und priesterschaft daselbst gemeinschaft gemacht. Scheuchzer 2, 48; wo bännige flüsse den fischern sind in bestand verlassen, musz man acht haben, dasz sie zeuge brauchen nach der fischordnung. Hohberg 1, 117ᵃ. vgl. Schmeller 1, 176.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1118, Z. 1.

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busenwort bürsten
Zitationshilfe
„bännig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/b%C3%A4nnig>, abgerufen am 08.12.2021.

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